Impulsvortrag | Dienstag| 14:00 – 15:30 Uhr
Michael Faber | Realizing Progress
Impulsvortrag: Gruppenunterkünfte als Zukunftsorte – Warum Kinder- und Jugendhäuser mehr sind als Betten und Verpflegung
Kinder- und Jugendunterkünfte stehen wirtschaftlich, personell und baulich unter Druck. Gleichzeitig werden Orte der Begegnung, Bildung und Teilhabe immer wichtiger. Der interaktive Impulsvortrag zeigt, was veränderte Gästeerwartungen, Fachkräftemangel, Nachhaltigkeit sowie Digitalisierung und KI für die Häuser bedeuten – und wie sie ihr Profil als Zukunfts- und Lebensraum weiterentwickeln können. Praxisbeispiele zeigen, wie viel davon bereits heute gelingt.
Impulsvortrag | Mittwoch | 09:00 – 12:00 Uhr
RA Gunnar Schley | KGS Rechtsanwälte
Impulsvortrag: Juristische Fragen im Fokus – Recht spezial
Auch in diesem Jahr gibt Rechtsanwalt Gunnar Schley einen praxisnahen Überblick über aktuelle rechtliche Fragen, die Kinder- und Jugendunterkünfte im Arbeitsalltag beschäftigen.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem aktuelle Rechtsentwicklungen, AGB und Stornierungsbedingungen, Haftung und Aufsichtspflichten sowie Arbeitgeberpflichten. Anhand konkreter Beispiele werden typische Fragestellungen und Unsicherheiten aus der Praxis aufgegriffen und rechtlich eingeordnet.
Eure Fragen sind ausdrücklich willkommen: Konkrete Fragestellungen und Praxisfälle können bereits im Vorfeld per E-Mail bei der Geschäftsstelle eingereicht werden und nach Möglichkeit in den Impulsvortrag einfließen.
01 Workshop | Dienstag| 16:00 – 18:30 Uhr
Michael Faber
Zukunftswerkstatt 2030 – Mit KI und neuen Ideen das eigene Haus weiterentwickeln
Im Workshop übertragen die Teilnehmenden die Impulse auf die Praxis ihres eigenen Hauses. Sie identifizieren zentrale Zukunftsaufgaben und entwickeln konkrete Ideen für Angebote, Kommunikation, interne Abläufe oder neue Kooperationen. KI wird dabei praktisch als Ideen-, Analyse- und Sparringspartner eingesetzt. Am Ende stehen konkrete Ansätze und erste Schritte für die Umsetzung im eigenen Haus.
02 Workshop | Dienstag | 16:00 – 18:00 Uhr
Nicole Lubbe | Seminarhausberatung
Seminargruppen als wichtige (neue) Zielgruppe
Seminargruppen gewinnen für Gruppenhäuser zunehmend an Bedeutung. Sie bieten die Möglichkeit, Auslastung außerhalb klassischer Zeiten zu erhöhen,neue Gästegruppen zu generieren und das eigene Haus strategisch breiter aufzustellen. Der Workshop vermittelt praxisnah, welche Anforderungen Seminargruppen haben, wie sich Gruppenhäuser erfolgreich auf diese Zielgruppe ausrichten können und welche Vermarktungsansätze sich in der Praxis bewähren.
Inhalte
• Entwicklungen im Gruppenreisemarkt – warum Seminargruppen an Bedeutung gewinnen
• Bedürfnisse und Erwartungen von Seminargruppen
• Voraussetzungen für ein attraktives Seminarangebot (Räume, Ausstattung,Service)
• Positionierung des eigenen Hauses und Entwicklung passender Angebotsbausteine
• Erfolgreiche Vermarktung und Ansprache potenzieller Veranstalter
• Erfahrungsaustausch und Best-Practice-Beispiele aus der Praxis
03 Workshop | Dienstag| 16:00 – 18:30 Uhr
Jens Schüren | IdeenSchüren
Online-Marketing in 2027
Unterschiedliche Maßnahmen im Online-Marketing können gratis, günstig oder auch teuer sein. Und sie können wenig bis viel Zeit in Anspruch nehmen. Was lohnt wirklich im Jahr 2027, was kann man sich sparen? Wie kann KI zielführend und effizient in verschiedenen Bereichen wie Newsletter, SEO/GEO, Website-Optimierung und Social Media eingesetzt werden, um den Alltag tatsächlich zu vereinfachen? Referent Jens Schüren moderiert die Erfahrungen aller Teilnehmer:innen dieses Workshops und zeigt selbst Tools, Tipps und Ansätze, wie Häuser ihre Gäste in der „neuen Online-Welt“ besser und zielgerichteter akquirieren können.
04 Workshop | Dienstag| 16:00 – 18:30 Uhr
Michael Borger | Evangelische Jugend der Pfalz
Resilienz und Balance: Stärke für Teams und Leitungskräfte in Gruppenunterkünften
Die Anforderungen an Mitarbeitende und Leitungskräfte in Gruppenhäusern und Kinder- und Jugendunterkünften sind in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen. Personalknappheit, steigende Erwartungen von Gästen, die ständige Präsenz für Schulklassen, Vereine und Familien sowie wirtschaftlicher Druck und die Vielzahl an Aufgaben stellen viele Teams vor große Herausforderungen. Umso wichtiger wird es, die eigene Resilienz zu stärken und einen gesunden Umgang mit Belastungen und Stress zu fördern.
Im 2,5-stündigen Workshop widmen wir uns deshalb folgenden Themen:
- Raum-Check: Was sind unsere Kraft- und Stressorte im eigenen Haus und warum stresst uns was?
- Die Resilienz-Akkus: Was uns im turbulenten Unterkunftsalltag stabilisiert.
- Akut-Strategien: Sofort-Tipps für stressige Gästekontakte und Personalengpässe.
- Gesunde Abgrenzung: Kollegialer Support und klare Grenzen vor Ort.
05 Intensiv-Workshop | Mittwoch| 14:30 – 18:30 Uhr
Thomas Seidenberg | ts|medialog
„Eine schlimme Geschichte!“ Krisenkommunikation bei Verdachts- und Vorfällen sexualisierter Gewalt
Thomas Seidenberg vermittelt in diesem Intensiv-Workshop Know-how zur Krisenkommunikation für Unterkünfte im Kontext sexualisierter Gewalt. Vor allem schwerwiegende Verdachts- und Vorfälle erfordern spezifisches Hintergrundwissen, um ein professionelles Reagieren zu ermöglichen und weiteren Schaden für Betroffene sowie für die Unterkunft so weit wie möglich zu reduzieren. Aufbauend auf eine Einführung in die interne und externe Krisenkommunikation können die Teilnehmenden das erworbene Wissen im Praxisteil üben.
06 Intensiv-Workshop | Mittwoch| 14:30 – 18:30 Uhr
Jens-Martin Krieg | martas Gästehäuser
Erwartungsmanagement und Gästezufriedenheit
Was entscheidet wirklich über die Zufriedenheit unserer Gäste. Die Forschung zeigt: nicht die Leistung allein, sondern der Abgleich zwischen Erwartung und Erfahrung. Dieser Workshop verbindet aktuelle Erkenntnisse aus dem Erwartungsmanagement mit den Grundlagen der Positiven Psychologie. Er zeigt, wie psychologische Sicherheit und positive Emotionen im Team direkt auf die Zufriedenheit in Gästehäusern, Schullandheimen und Jugendherbergen wirken. Am Ende nehmen die Teilnehmenden konkrete Werkzeuge für ihren Alltag mit.
Über den Referenten:
Jens-Martin Krieg sammelte bereits in den Neunzigerjahren als Landesvorsitzender der Naturfreundejugend MV viele Erfahrungen aus der Gastsicht in Schullandheimen und Gästehäusern. Über seinen Zivildienst in einer Jugendherberge fand er dann den Einstieg in das Herbergswesen in Deutschland. Heute ist er Direktor der martas Gästehäuser Hauptbahnhof Berlin, eines der größten christlichen Gäste- und Tagungshäuser Deutschlands mit ca. 100.000 Übernachtungen pro Jahr. Im Vorstand des Bundesforums Kinder- und Jugendreisen wirkt er aktiv an der Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements Kinder- und Jugendreisen (QMJ) mit und kennt es zudem aus der Perspektive eines Auditors. Diese langjährige Praxis aus Leitung, Gremienarbeit und direktem Gästekontakt bringt er in diesen Workshop ein.
07 Intensiv-Workshop | Mittwoch| 14:30 – 18:30 Uhr
Norbert Krause & Michael Lehmann | Beratung & Coaching
Wirtschaftlichkeit sichern: Belegung, Preisgestaltung, Kennzahlen, Benchmarks
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stellen viele Häuser vor große Herausforderungen. Gleichzeitig wird es immer wichtiger, die eigene wirtschaftliche Situation aktiv zu steuern und fundierte Entscheidungen auf Basis von Kennzahlen und Marktdaten zu treffen.
In einem Intensivworkshop wollen wir wichtige Fragestellungen gemeinsam diskutieren und uns austauschen. So sollen sich aus dem gemeinsamen Erfahrungsaustausch verbunden mit der Bewertung der Belegung und der Kosten- und Erlössituation praxisnahe Ideen und Vorschläge für eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit des eigenen Hauses ergeben. Dabei stehen Michael Lehmann für die Erfahrung aus der Leitung einer erfolgreichen Jugendbildungsstätte und Norbert Krause für die Zahlen und den Benchmark.
- Wir können uns vorstellen, dass folgende Fragestellungen bei der Diskussion über die Wirtschaftlichkeit von Bedeutung sind:
- Wie kann ein professionelles Belegungsmanagement die Auslastung nachhaltig verbessern, welche Faktoren spielen außer einer höheren Auslastung eine Rolle in einer optimalen Belegung?
- Welche Ansätze der Preisgestaltung und Produktentwicklung haben sich bewährt?
- Welche Kennzahlen sollten Hausleitungen regelmäßig im Blick haben? Hier ist wenig mehr, Übersicht behalten!
- Wie lassen sich Kostenstrukturen analysieren und optimieren? Habe ich aussagefähige Messgrößen!
- Welche Benchmarks sind für Gruppenhäuser sinnvoll und wie können sie für die eigene Steuerung genutzt werden?
- Welche strategischen Stellschrauben gibt es, um die Wirtschaftlichkeit langfristig zu sichern?
08 Workshop | Donnerstag | 10:00 – 12:30 Uhr
Oliver Schmitz | transfer e.V.
Digitaler Kinder- und Jugendschutz – Schutzkonzepte für die digitale Lebenswelt
Kinder und Jugendliche bewegen sich heute selbstverständlich in digitalen Räumen – auch während Klassenfahrten, Ferienfreizeiten und Gruppenaufenthalten. Messenger-Dienste, soziale Medien, Online-Spiele und KI-Anwendungen bieten viele Chancen, bringen aber auch Risiken wie Cybermobbing, Cybergrooming, Sexting, unerlaubte Bildverbreitung oder Datenschutzverletzungen mit sich. In diesem Workshop wird aufgezeigt, wie digitaler Kinder- und Jugendschutz in Jungendunterkünften umgesetzt und sinnvoll in bestehende Schutzkonzepte integriert werden kann. Dazu erörtern wir gemeinsam typische Risikosituationen in Gruppenunterkünften aus rechtlicher und pädagogischer Perspektive, werfen einen Blick auf Verantwortungsbereiche und Zuständigkeiten (z.B. bezogen auf die Jugendunterkunft, die Gruppenleitung und die Eltern) und entwickeln daraus praxisnahe Handlungsempfehlungen für Jugendunterkünfte.
09 Workshop | Donnerstag | 10:00 – 12:30 Uhr
JSusanne Töpfer | Kurzzeithelden
Selber machen oder machen lassen? – Die richtige Balance zwischen eigenen und externen Programmen
Eigene Programme entwickeln oder mit externen Anbieter*innen zusammenarbeiten? Im Workshop geht es darum, die passende Balance für das eigene Haus zu finden. Gemeinsam schauen wir darauf, welche Angebote zur Zielgruppe und zum pädagogischen Profil passen und wann externe Programme einen echten Mehrwert bieten können.
Dabei spielen auch ganz praktische Fragen eine Rolle: Wie viel Personal, Zeit, Know-how und Organisation erfordern eigene Angebote? Welche Kosten entstehen und wann lohnt es sich, externe Partner einzubinden? Anhand der Erfahrungen der Teilnehmenden werden bewährte Modelle, Herausforderungen und mögliche Stolpersteine diskutiert.
Ziel ist es, gemeinsam konkrete Kriterien und Ideen zu entwickeln, die dabei helfen, zukünftige Programmangebote im eigenen Haus sinnvoll zu planen und zu entscheiden: Was machen wir selbst – und was lassen wir machen?
10 Workshop | Donnerstag | 10:00 – 12:30 Uhr
Monique König |martas Gästehäuser & Luca Manolo | Läkkerai
Nachhaltigkeit im Haus und in der Küche – Mehrwert für Gäste und Einrichtung schaffen
Der Workshop zeigt an zwei ganz praktischen Stationen, wie Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und gute Organisation im Alltag einer Gruppenunterkunft zusammenspielen können.
Teil 1: Nachhaltigkeit im Haus praktisch erleben
Bei einer Führung durch Haus und Gelände gibt Monique Einblicke in das Nachhaltigkeitskonzept und zeigt, wie nachhaltiges Wirtschaften konkret umgesetzt wird. Dabei geht es unter anderem um Energie- und Wassersparen, Müllvermeidung sowie regionalen und fairen Einkauf. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie aus kleinen Veränderungen und gemeinsamen Ideen nach und nach wirksame Maßnahmen entstehen und Nachhaltigkeit dauerhaft im Arbeitsalltag verankert werden kann. Die Führung bietet zugleich Raum für Austausch, eigene Erfahrungen und Ideen für das eigene Haus.
Teil 2: Nachhaltiger und effizienter arbeiten in der Küche
Anschließend geht es direkt in die Küche. Luca zeigt am konkreten Beispiel der martas Gästehäuser, wie digitale Küchenorganisation dabei helfen kann, Zettelchaos zu vermeiden, Abläufe zu vereinfachen und Ressourcen besser einzusetzen. Vorgestellt wird Läkkerai, der digitale Sous Chef für Hotelküchen. Die Anwendung unterstützt bei Rezeptentwicklung, Einkauf und Produktionsplanung, sichert Wissen zuverlässig im Küchenteam und schafft mehr Transparenz über die Küchenprozesse.
Im Praxiseinblick wird gezeigt, wie sich dadurch Arbeitsaufwand und Personalkosten reduzieren, Stress im Küchenteam verringern und Food Waste vermeiden lassen – und wie die konkrete Umsetzung im laufenden Betrieb der martas Gästehäuser aussieht.
11 Workshop | Donnerstag | 10:00 – 12:30 Uhr
Horst Bötcher
Vom Austausch zur Praxis: Personalgewinnung und -bindung konkret weiterdenken
Dieser Workshop knüpft direkt an den offenen Austausch vom Dienstagabend an. Die dort gesammelten Erfahrungen, Herausforderungen und erfolgreichen Ansätze werden aufgegriffen, strukturiert und gemeinsam weiterentwickelt.
Welche Ideen lassen sich auf andere Häuser übertragen? Wo können Gruppenunterkünfte selbst aktiv werden? Und welche konkreten Maßnahmen können helfen, Mitarbeitende zu gewinnen und langfristig zu binden?
In Gruppenarbeiten vertiefen die Teilnehmenden ausgewählte Themen und entwickeln praxisnahe Ansätze und Handlungsempfehlungen für Gruppenunterkünfte. Ziel ist es, aus dem Erfahrungsaustausch konkrete Impulse mitzunehmen, die sich im eigenen Haus weiterverfolgen und umsetzen lassen.